Wege zur Berufsorientierung

Viele junge Menschen, die zu uns an die Schule kommen, sind verunsichert im Hinblick auf die Arbeits- und Berufswahl und die eigene Zukunftsplanung. Sie haben sich bereits vielfach die Frage gestellt: „Wie geht es eigentlich für mich nach der Schule weiter?“ Und sie fragen sich: „Wie finde ich heraus, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt und wie gewinne ich Sicherheit, dass diese Tätigkeit tatsächlich auch etwas für mich ist?“

Wir möchten die jungen Menschen dabei unterstützen auf diese Fragen Antworten zu finden. Wir be­gleiten die Schülerinnen und Schüler systematisch und individuell dabei, Einblicke in das Arbeits- und Berufsleben zu gewinnen, sich zu orientieren und sich auf die vielfältigen Anforderungen des Arbeits- und Berufslebens vorzubereiten.

Die unterschiedlichen Lebenslagen und biografischen Verläufe der jungen Menschen erfordern vor dem Hintergrund einer sich schnell wandelnden Gesellschaft eine individuelle Unterstützung, beson­ders in dieser Phase des Übergangs in das Arbeits- und Berufsleben. Mit unseren Angeboten verfolgen wir das Ziel, den jungen Menschen den Einstieg in einen Beruf zu erleichtern, sodass sie perspek­tivisch zu einer eigenbestimmten unabhängigen Lebensführung gelangen.

Welche Angebote zur Berufsorientierung bieten wir?

Die Berufsorientierung ist prozesshaft gestaltet und individuell auf die jungen Menschen ausgerichtet. Innerhalb dieses Prozesses müssen die vielfältigen Lebenslagen und -bedingungen, biografischen Er­fahrungen wie auch die jeweiligen Interessenslagen, Fertigkeiten und Fähigkeiten und motivationalen Unterschiede berücksichtig werden.

Die pädagogische Arbeit ist ausgerichtet auf die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler, damit diese ihre Kompetenzen erweitern und ggf. Schlüsselqualifikationen entwickeln können.  Diese individuelle und bewusst als Prozess gestaltete pädagogische Arbeit soll es ermöglichen, dass die jun­gen Men­schen eigene Interessen erkennen und entwickeln, sich ihrer Stärken bewusst werden und per­sönliche Zielsetzungen erarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler lernen in kleinen Schritten über Be­triebspraktika verschiedene Arbeitsfelder und den Arbeitsalltag kennen, sodass die jewei­ligen An­forderungen und die eigenen Ressourcen realistischer eingeschätzt werden können. Die Un­terstützung der Schülerinnen und Schüler bei der Auswertung ihrer Erfahrungen und der Ableitung weiterer Schritte hat positive Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein, auf das Durchhaltevermögen und die Frustrationstoleranz.

An unserer Schule bieten wir vielfältige Unterstützung an, diese erfolgt nicht nur im Rahmen des Un­ter­richtes, sondern auch durch verschiedene ergänzende Angebote.  Wir möchten allen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, für sich eine Perspektive für den sich an Schule anschließenden Lebens­ab­schnitt entwickeln zu können.

Wir gehen hierbei verschiedene Wege:

…kümmern sich als Begleiter um einzelne Schülerinnen und Schüler, damit diese das Schuljahr bestmöglich bewältigen. Es werden regelmäßig Einzelgespräche geführt, die an die individuelle Lebenssituation anknüpfen und eine Aktualisierung der Zielvorstellungen erlau­ben. Hier­durch wird sichergestellt, dass die jungen Menschen ihre Situation reflektieren und die Anschlussper­spektive im Blick behalten können.

Schülerbegleitung

…die in einigen Klassen fester Bestandteil des unterrichtlichen Alltags sind, erlauben in enger Kooperation mit den Klassenlehrkräften eine individuelle Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch das Schuljahr. Das gemeinsame, gezielte Abwägen von Möglichkeiten der beruflichen Orientierung, die Vereinbarung von Zielen und die gemeinsame Planung der Umsetzung erfolgt am Anfang eins Schuljahres und ist prozesshaft organisiert. Durch kontinuierlichen Austausch erfolgt die Aktualisierung der Ziele, die Schülerinnen und Schüler werden individuell bei der Suche nach Plät­zen für Betriebspraktika und nach Ausbildungsmöglichkeiten unterstützt.

Die SuS im AV-BERAB werden individuell, auch parallel zum stattfindenden Unterricht, durch den Coach unterstützt. In einem sechswöchigen Bewerbungstraining zu Beginn des Schuljahres werden sie intensiv auf die Erstellung von Bewerbungen und anstehende Vorstellungsgespräche geschult und vorbereitet. Praktika werden unterstützend organisiert und im Prozess betreut. Im Bewerbungsverfahren besteht für die SuS die Möglichkeit, sich mit dem Coach zu Einzelterminen auch außerhalb der Unterrichtszeiten zu treffen, um Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungen zu erhalten. Außerdem ist die sozialpädagogische Unterstützung ein Teil seiner Arbeit.

…unterstützt die Schülerinnen und Schüler im Verlauf des Schuljahres beständig und flexibel. Die jungen Menschen können sich mit allen Belangen, die den persönlichen, familiären oder schulischen Bereich betreffen, an die Schulsozialarbeit wenden. In Abhängigkeit von der in­dividuellen Situation, den Erfordernissen und Absprachen finden Einzelgespräche oder Gruppengespräche statt. Spitzen sich Situationen zu, wird auch kurzfristig unterstützt. Bei Bedarf erfolgt die Beratung im häus­lichen Umfeld. Es werden auch Kontakte zu anderen Einrichtungen hergestellt, Schülerinnen und Schü­ler werden bei Bedarf direkt begleitet. Ebenso erfolgt Unterstützung bei der Erstellung von Bewer­bungsunterlagen oder der Vorbereitung von Bewer­bungsgesprächen. Selbstverständlich unterliegen die Gespräche der Verschwiegenheitsverpflichtung. Es gibt personelle Zuordnungen zu einzelnen Klas­sen, Schülerinnen und Schülern steht somit ein ihnen vertrauter Ansprechpartner verlässlich zur Ver­fügung.

Schulsozialarbeit

…ermöglicht eine individuelle Begleitung für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer lebensbiografischen Situation einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Ne­ben Schülerinnen und Schülern unserer Schule werden hier auch junge Menschen begleitet, die noch nicht oder nicht mehr zu unserer Schule gehören. Im Mittel­punkt stehen die Suche nach einer An­schlussperspektive und die Erarbeitung eines geeigneten Weges in kleinen Schritten. Die unterstüt­zende Arbeit ist flexibel am Bedarf ausgerichtet und erstreckt sich von Einzelgesprächen über Grup­pengespräche, Einmalkontakte und regelmäßige Kontakte. Die jungen Menschen werden bei der Vor­bereitung von Bewerbungs­unterlagen, von Bewerbungsgesprächen und bei der Suche nach Plätzen für Betriebspraktika individuell unterstützt. Die Verschwiegenheitsverpflichtung ist selbstverständlich.

jugend-staerken-im-quartier

…bietet in Absprache mit der Schulsozialarbeit Sprechstunden innerhalb der Schulzeiten in Räumen unserer Schule an. Das Angebot ist für unsere Schülerinnen und Schüler ein gegen Ende des Schuljahres verbindlich wahrzunehmendes Angebot, um weitere Schritte bei der Ent­wicklung der eigenen beruflichen Perspektive abzustimmen. Das Angebot vor Ort ist niedrigschwellig und erlaubt den direkten Kontakt auf kurzem Wege und die Klärung organisatorischer Fragen.

Bundesagentur für Arbeit

…unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf in allen Belangen des per­sönlichen, familiären und schulischen Bereichs. In Einzelgesprächen können die jungen Menschen sich im vertraulichen Rahmen mit ihrer individuellen Situation auseinandersetzen und für sich passende Strategien entwickeln. Die Angebote sind auf den Einzelfall ausgerichtet und können einmalig sein oder mehrfach stattfinden. Bei Bedarf und nach konkreter Absprache werden auch Übergänge zu anderen Beratungseinrichtungen und -personen initiiert.

Beratungslehrkräfte

…sind an unserer Schule in besonderem Maß darauf ausgerichtet, die jungen Menschen auf eine berufliche Tätigkeit vorzubereiten, sodass sie auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Wir bieten eine vielfältige Kombination von Unterricht in der Schule und beruflicher Orientierung. Dies geschieht über Unterrichtsangebote in allgemeinbildenden Fächern und berufs­praktischen Fächern sowie über die Erprobung in verschiedenen Arbeits- und Berufsfeldern im Rah­men von Betriebspraktika.

Unsere verschiedenen einjährigen schulischen Angebote erlauben durch die unterschiedlichen Anteile der schulischen und betrieblichen Phasen ein hohes Maß an Spielraum für die betreffenden Schülerin­nen und Schüler. Bei der Zuordnung zu den einzelnen Klassen können sowohl die individuelle Lebens­situation als auch die biografischen Besonderheiten berücksichtig werden. Für einige junge Menschen ist es passend, wenn sie sich neben unterrichtlichen An­geboten direkt berufspraktisch erproben, an­dere benötigen eher die Anbin­dung an Schule durch Unterricht. Zudem ist es möglich, sich bei der Anmeldung für einen Schulplatz nach Interesse einem der berufspraktischen Schwerpunkte zuzuord­nen. Der Rahmen innerhalb der einzelnen Angebote ist verbindlich und wochenstrukturierend, der Umfang und auch die inhaltliche Ausrichtung der Praktika variiert. Die An­forderungen, die an die Schü­lerinnen und Schüler im Rahmen der betrieblichen Praxis gestellt werden, sind abhängig von der je­weiligen Klassenform.

Die Praktika werden von Klassenlehrkräften und Schulsozialarbeitern vorbereitet, begleitet und reflek­tiert. Die Schülerinnen und Schüler werden in einem Prozess in kleinen Schritten, der individuell mit ihnen abgestimmt ist, unterstützt. Wir bieten einen engen, verbindlichen Bezugsrahmen, der dazu füh­ren soll, dass jungen Menschen ihre Interessen entwickeln, ihre Stärken erkennen und motiviert sind, verschiedene Arbeitsfelder kennenzulernen. Für die Schülerinnen und Schüler besteht die Möglichkeit, sich im Bedarfsfall frühzeitig und flexibel Unterstützung einzuholen und für sich einen Weg zu finden bei der Beantwortung der Frage: „Wie geht es für mich nach der Schule weiter?“

Ausbildungsvorbereitung Schleswig-Holstein (AV SH mit ESA)
  • Besuch von Berufsmessen
  • 1x wöchentlich Betriebspraktika
  • Einmal zweiwöchiges Betriebspraktikum
  • Bewerbungstraining
  • Projekttage
  • Integrativ in den Unterrichten
  • Praktikums-/Reflexionsgespräche
Ausbildungsvorbereitung Schleswig-Holstein (AV SH BERAB)
  • Schulinterne Schnupperwochen
  • 3x wöchentlich Betriebspraktika
  • Berufsberatung
  • Bewerbungstraining
  • Coaching
  • Schwerpunkt der Unterrichtsthemen sind berufsorientierend
Ausbildungsvorbereitung Schleswig-Holstein (AV SH mit MSA / BFS I)
  • zweiwöchiges Einführungspraktikum
    • Praktikumsbericht
  • Bewerbungstraining
  • 1x wöchentlich Betriebspraktikum
  • Reflexionseinheiten zu den Betriebspraktika
  • Besuch von Berufsmessen
Berufliches Gymnasium (BG)

Einführungsphase

  • Zweigspezifische Betriebsbesichtigungen
  • Thematische Auseinandersetzung mit den Berufsfeldern der Fachrichtung, auch im Hinblick auf BNE (Letztere 2019 schulcurricular eingebunden)

Qualifikationsphase 1.1

  • Vorträge zu  Grundlagen der Studien- und Berufswahl durch die Beraterin für akademische Berufe der Arbeitsagentur Lübeck
  • SEEd (Social Entrepreneurship Education): einwöchiges Projekt
  • Besuch von Berufsmessen in Lübeck und Hamburg: u.A. Traumberuf IT & Technik, Auf  in die Welt-Messe (Work & Travel)

Qualifikationsphase 1.2

  • Besuch von Berufsmessen: u.A. Traumberuf Medien, Talente komplett, Stuzubi
  • Einzelberatung zur Studien- und Berufswahl, durchgeführt von der Arbeitsagentur
  • Business Workshops
  • Studienfahrten mit Besuch von Firmen und Universitäten
  • Berufserkundung Dein erster Tag

Qualifikationsphase 2.1

  • Einzelberatung zur Studien- und Berufswahl, durchgeführt von der Arbeitsagentur
  • Besuche von Berufsmessen, zweigspezifisch und zweigübergreifend
  • (digitale) Berufs- und Studienberatung durch den Rotary Club Oldenburg: Workshops zu Berufs- und Studienmöglichkeiten durch lokale Unternehmer, Handwerker, Akademiker

Qualifikationsphase 2.2: Übergang Schule - Beruf

  • Einzelberatung zur Studien- und Berufswahl, durchgeführt, Arbeitsagentur
  • (digitale) Teilnahme an Informationsveranstaltungen der Fachhochschulen und Universitäten
  • Alumni-Veranstaltung
  • Arbeiterkind e.V.
    • Workshop "Studieren - aber was?", CAU Kiel

 

Betriebspraktika bzw. "Schnuppertage"

 

Berufliches Gymnasium: Berufliches Gymnasium - Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg (bbs-old.de)

Berufsfachschule und Fachschule Fachrichtung Sozialpädagogik

Berufsfachschule und Fachschule Fachrichtung Sozialpädagogik

  • Besuch von Berufsmessen
  • Bewerbungstraining
  • Arbeitsfelderkundungen durch Praktika in Praxiseinrichtungen
  • in den Oberstufen sind Informationsveranstaltungen durch Gewerkschaftsvertreter (Verdi)
  • Planspiel in der Oberstufe (Gestaltung einer Kita)

Fachschule

  • Erstes und zweites Weiterbildungsjahr: jeweils 10-wöchige Praxiszeit in zwei unterschiedlichen Arbeitsfeldern
  • Drittes Weiterbildungsjahr: 13 Wochen Praxiszeit
  • Projektpräsentationstage
BOS Neustadt i.H.
  • Kooperationsprojekt mit Jacob-Lienau-Schule: ca. 15 Schülerinnen und Schüler werden 1x pro Woche mit 6 Std. in zwei Gruppen (Küche und Bäckerei) beschult
  • Bundesagentur für Arbeit kommt jedes Jahr und berät die BOS-Schüler hinsichtlich Studien- und Berufswahl
  • Vorstellung der regionalen Ausbildungsbetreuung (job-B) in den Unterstufenklassen des Dualen Systems
  • Projekt bzw. Workshop zum Thema: Politische Bildung trifft Unternehmergeist
Berufsfachschule III - Wirtschaft (Kaufmännische Assistenten)
  • Besuch von Berufs- und Ausbildungsmessen
  • Informationsveranstaltungen über Perspektiven nach der Ausbildung, auch schulintern
  • Versorgung der SuS mit Informationsmaterialien (z.B. von der IHK, Agentur für Arbeit)
  • Bewerbungstraining, integriert in LF 2 (Personal)
    • Gestaltung einer Bewerbungsmappe
    • Üben von Bewerbungsgesprächen
    • Intensive Betreuung und Begleitung von SuS ins Praktikum
  • Unterstufe: 4 Wochen Praktikum vor den Sommerferien
    • Praktikumsbericht
  • Lernbüroarbeit, LF 6
    • Simulation einer Übungsfirma
    • Kennenlernen von Prozessabläufen eines Unternehmens
    • Besuch der Übungsfirmenmesse und Vorstellung der Übungsfirma
  • Beratung durch die Agentur für Arbeit
    • Beratung für akademische Berufe
    • Individuelle Beratungsangebote für die Oberstufenklassen
  • Workshop - Business-Knigge
    • Ablauf von Vorstellungsgesprächen
    • Verhalten bei Vorstellungsgesprächen

Kaufmännische Assistenz: BFS III - Wirtschaft - Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg (bbs-old.de)

Pflegeassistenten
  • Unterstufe: 3 Tage pro Woche Schule und 2 Tage praktische Arbeitszeit
  • Oberstufe: 3 Tage pro Woche Schule und 2 Tage praktische Arbeitszeit
  • Bewerbungstraining
  • Erwerb des Erste- Hilfe- Scheins
  • Eine klassische Belehrung zum Infektionsschutz wird durchgeführt

Pflegeassistenz: BFS III Sozialwesen - Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg (bbs-old.de)

ANSPRECHPARTNER*IN

Wir helfen gerne weiter

StD Georg Aechtner

Abteilungsleitung Abt. V

  • Berufsvorbereitung
  • AV-SH
  • BIK-DaZ
  • BFS I
  • Berufswahlsiegel
  • Inklusion
 04361 - 908 0

Herr StD Georg Aechtner
Abteilungsleitung Abt. V

FL'in Katrin Eckardt-Schwien

Assistenz der Abtlg. V