Neustadt in Holstein. Der Anblick täuscht: Was wie ein nobler Gourmet-Tempel einer deutschen Großstadt wie Berlin oder Hamburg aussieht, ist in Wahrheit das komplett neugestaltete Restaurant der Beruflichen Schule Oldenburg am Standort Neustadt.

Innerhalb von acht Monaten ist hier etwas völlig Neues entstanden – der Charme der 60er Jahre gehört der Vergangenheit an. Die Räume des alten Restaurants wurden komplett entkernt, Boden und Decke völlig neu gestaltet und ein 40 Quadratmeter großer Anbau errichtet. Die Bauarbeiten waren im vergangenen August gestartet, im März war bereits alles fertig.

„Uns ist es gelungen, hier nun ein typisches, hochwertiges und vor allem zeitgemäßes Restaurant mit Platz für bis zu 50 Personen zu erschaffen. Unser Gastroraum kann an die verschiedensten Ereignisse angepasst werden und trägt dazu bei, dass unsere Schülerinnen und Schüler hier weiterhin eine hochwertige und fachlich optimale Ausbildung genießen können“, erklärt André Krug, Service-Fachlehrer Gastronomie. Der gelernte Restaurantfachmann und Caterer hat die Erfahrungen aus seinem Berufsleben und den damit verbundenen vielen internationalen Besuchen in die Gestaltung des neuen Restaurants einfließen lassen.

In der Tat könnte es sich optisch auch in einem Vier-Sterne-Restaurant an der Ostseeküste oder am Kurfürstendamm in Berlin befinden. Edles, hochwertiges Mobiliar, funkelndes Besteck, dazu ein XXL-Tresen mit Cocktailbar, Kaffeebar (Zubereitung auf verschiedenste internationale Arten), Teebar (mit Sorten aus der ganzen Welt) und Bierbar – inklusive nachhaltiger Kühlsysteme. Alles ist möglich und die Auszubildenden können hier unter realen Bedingungen üben.

BS Neustadt glänzt mit neuem Restaurant

„Mit dem neuen Restaurant wollen wir den Stellenwert der Gastronomie weiter anheben und machen uns gleichzeitig gegen den herrschenden Fachkräftemangel stark“, ist sich Abteilungsleiter Gastronomie der BBS Dieter Jahnke sicher. „Bis zu 6-Gänge können hier eingedeckt werden, um auch die hohe Restaurant-Kultur mit einer Gourmet-Küche abbilden zu können. So können wir den Betrieben in der Region deutlich machen, dass ihre Auszubildenden bei uns in besten Händen sind“, so Jahnke weiter. Tatsächlich können Auszubildende zusätzlich freiwillig an Barista-, Wein-, oder Cocktailkursen teilnehmen und erhalten dafür ein gesondertes Zertifikat. Gut, wenn man sich spezialisieren und beim Arbeitgeber punkten will.

Einziger Wermutstropfen der neuen Top-Location: Das Restaurant ist nur für Schüler, Lehrer, IHK-Prüfer oder zu bestimmten Veranstaltungen zugänglich. Der Öffentlichkeit bleibt dieser schöne Raum samt der servierten Köstlichkeiten vorenthalten.

Quelle: Der Reporter, 15.06.2022