
Eine hydraulische Weiche wird überwiegend in Heizungsanlagen eingesetzt, um den Heizkreis (bzw. Kreislauf Wärmeerzeuger oder Kreislauf Kälteerzeuger) und den Verbraucherkreislauf hydraulisch voneinander zu entkoppeln. Sobald im Verbraucherkreis andere Volumenströme realisiert werden müssen, als dies der Kesselkreislauf erfordert, empfiehlt es sich in den jeweiligen Kreisläufen eigene Pumpen vorzusehen. Damit diese Pumpen mit ihren unterschiedlichen Druck- und Volumenstromparametern sich nicht gegenseitig beeinflussen, ist der Einsatz einer hydraulischen Weiche notwendig.
In einem Ersten sind die Massenströme im Primärkreis (zum Beispiel im Kesselkreis) und im Sekundärkreis (zum Beispiel im Fußbodenheizkreis) gleich. Das Wasser fließt dabei direkt durch das Bauteil, das dabei außer Betrieb ist.
In einem zweiten Fall ist der Massenstrom im Sekundärkreis höher als der im Primärkreis. Zum Beispiel durch einen höheren Wärmebedarf im Haus. In diesem Fall zieht der Sekundärkreis einen Teil des benötigten Heizwassers aus dem Rücklauf, wodurch die Vorlauftemperatur sinkt.
In einem dritten Zustand ist der Massenstrom im Primärkreis größer als der des Sekundärkreises. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Kessel Wärme liefert, der Bedarf im Haus aber zurückgeht. In diesem Fall würde ein Teil des Vorlaufs vom Kessel direkt in den Rücklauf gehen, wodurch dessen Temperatur im Primärkreis ansteigt.