1. Morgendliche Aufheizphase: Wasserleistung vom Brennwertgerät 1000 l/h; Bedarf auf der Abnehmerseite 1400 l/h. Hier wird über die hydraulische Weiche dem Vorlaufwasser 400 l/h sekundär Rücklaufwasser beigeführt. Somit sind hydraulische Probleme unterbunden und eine Aufheizung aller Abnehmer gewährleistet.
  2. Sättigung der Heizkreise: 1000 l/h vom Heizgerät; Abnahme der Verbraucher 750 l/h. Hier strömt zwangsläufig 250 l Vorlaufwasser über die Weiche dem Kesselrücklauf bei. Da diese beigeführte Wassermenge zur Rücklaufanhebung führt, gibt eine Temperatursonde an die Brennerregelung den Impuls, die Brennerleistung zurückzufahren. Somit ist eine Nutzung der Abgaswärme durch Kondensation gegeben.
  3. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Betrieb einer Fußbodenheizung. Diese hat einen sehr großen Volumenstrom, während der Volumenstrom des Heizkessels begrenzt und kleiner als der der Fußbodenheizung ist. Hier würde es zu einer Unterversorgung kommen, was durch eine hydraulische Weiche verhindert wird.
    Eine hydraulische Weiche wird immer dann eingesetzt, wenn Wärmeerzeuger und -verbraucher in einem Heizungssystem mit unterschiedlichen Umlaufwassermassen arbeiten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Festbrennstoffkessel Wärme für eine Fußbodenheizung bereitstellen soll. Während der Kesselkreis (der Primärkreis) durch eine höhere Spreizung mit einem kleinen Heizwassermassenstrom auskommt, benötigt die Fußbodenheizung (der Sekundärkreis) mit geringer Temperaturspreizung einen höheren Massenstrom.