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Aktionstag Inklusion in der Beruflichen Schule in Oldenburg

Was ist eigentlich Inklusion? Welche Barrieren erleben Menschen mit Beeinträchtigungen im Alltag? Was unterstützt Menschen in ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft?

Diesen Fragen gingen über 300 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg in einem von der Schülervertretung organisierten Aktionstag Inklusion am Donnerstag nach. In über 50 Workshops und Vorträgen konnten sie selbst oder aus erster Hand erfahren, wie es ist mit einer Beeinträchtigung zu leben.

Dörte MaackDörte Maack, blinde Moderatorin und Rednerin aus Hamburg, erzählte die bewegende Geschichte ihrer Erblindung als junge Frau und wie sie aus dieser Lebenskrise gestärkt hervorgegangen ist. Monika Gascard aus Neustadt brachte Interessierten Gebärdensprache und Gebärdensprachkultur näher. Geflüchtete Schüler erzählten von ihrer Situation und gaben einen Crashkurs in Arabisch. Workshops beschäftigten sich mit so schwierigen Themen wie der psychischen Gesundheit oder dem Tabuthema Suizid. Tobias Michelsen von Sail United zeigte wie in Großenbrode barrierefreier Wassersport möglich ist, blinde Menschen segeln oder Rollstuhlfahrer kiten können.

TischtennisVor allem konnte aber selbst viel erprobt werden: Mit einem Alterssimulationsanzug mühsam die Treppen steigen, blind oder im Rollstuhl die Schule zu erkunden. Es konnte eine Partie Tischtennis gegen Albert Machalitza und Christian Grapengeter im Rollstuhl gespielt werden. Schülerinnen und Schüler erkundeten in Teams im Rollstuhl in einer sogenannten Mapping Aktion die Barrierefreiheit von Oldenburger Geschäften und Restaurants und trugen sie in die Online-Karte Wheel Map ein. So kann jeder Tourist im Vorfeld sehen, ob ein Ort barrierefrei zugänglich ist.

Es bleiben noch viele bauliche Barrieren zu beseitigen, das Wichtigste ist jedoch die Barrieren im Kopf zu beseitigen, wie Edda Rahlf, die Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderungen im Kreis Ostholstein bemerkte. Der Tag hat viele Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken angeregt!

Edda Rahlf     Barrierefreiheit

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