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Berufswahl nicht auf die lange Bank schieben!

Rund 1.000 Schülerinnen und Schüler informierten sich bei der Ausbildungsmesse an 49 Ständen zu über 150 Berufen und mehr als 80 Studiengängen

Messe 2018 3Die Zeit vergeht schneller als man denkt. Und plötzlich steht der Schulabschluss vor der Tür. Wer dann erst mit seiner Berufswahl startet, kann interessante Möglichkeit übersehen.

„Man sollte sich ausreichend Zeit für die Berufswahl nehmen und auch mal über den Tellerrand schauen. Viele Schülerinnen und Schüler lassen sich Berufe mit guten Zukunftsperspektiven und besten Einstellungschancen entgehen, weil sie diese einfach nicht kennen“, erklärt Steffi Koppitz, Bereichsleiterin in der Agentur für Arbeit Lübeck. „Damit die Berufswahl nicht dem Zufall überlassen wird, organisieren wir bereits zum neunten Mal eine Ausbildungsmesse in Oldenburg. Hier können die Jugendlichen schnell einen Überblick über die verschiedenen Ausbildungs- sowie Studienberufe in der Region bekommen und Alternativen kennen lernen. Ich danke der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein, dass wir wieder ihre Räumlichkeiten nutzen durften und freue mich über die gute Resonanz“, ergänzt sie. 

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Der Ausbildungsmarkt in Ostholstein bietet ausgezeichnete Möglichkeiten. An 49 Ständen erhielten Jugendliche heute von Auszubildenden und Firmenvertretern Tipps zum Einstellungsverfahren und Informationen, worauf Betriebe bei der Suche nach Nachwuchskräften besonders achten. Die Berufspalette reichte bei der Messe von A wie Anlagenmechaniker/in, über Bachelor of Arts - Arbeitsmarktmanagement, Immobilienkaufmann/frau, Milchtechnologe/in, Mathematical Engeneering oder Sportwissenschaften bis Z wie Zollbeamter/-beamtin und Zahnmedizin. Hier konnten sich die jungen Menschen in ungezwungener Atmosphäre austauschen, erste Kontakte knüpfen und so frühzeitig und entspannt die Berufswahl starten. Berufsberaterinnen und Berufsberater standen für alle weiteren Fragen rund um das Thema Ausbildung zur Verfügung.

Personalchefs äußern immer wieder, dass sich viele Jugendliche vorab zu wenig über den Beruf informieren, für den sie sich bewerben. Statistisch wird etwa jedes vierte Ausbildungsverhältnis vorzeitig beendet. Das liegt oft daran, dass man sich seinen Traumberuf ganz anders vorgestellt oder bei der Berufswahl seine Fähigkeiten und Neigungen nicht richtig eingeschätzt hat und deshalb über- oder unterfordert war. Laut Untersuchungen der HIS Hochschul-Informations-System GmbH bricht auch rund ein Viertel der Studenten das Studium vorzeitig ab. Es wird häufig als einziger Weg nach dem Abitur erwogen. Insbesondere praxisorientierte Schülerinnen und Schüler sollten jedoch alternativ eine Berufsausbildung in Betracht ziehen, die gute Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Messe 2018 4„Ich empfehle Schülerinnen und Schülern ein ausführliches Gespräch in der Berufsberatung, um möglichst alle Aspekte eines Berufes zu berücksichtigen und auch interessante Alternativen kennen zu lernen. Wir beraten unabhängig und neutral und helfen auch bei der Vermittlung. Uns wurden in Ostholstein und Lübeck bereits rund 2.000 Ausbildungsstellen für 2019 gemeldet“, erklärt Stefan Vieck, Teamleiter des Arbeitgeber-Service in der Arbeitsagentur Lübeck. „Warten Sie nicht zu lange. Kümmern Sie sich jetzt schon um einen Beratungstermin und Ihre Ausbildung. Auch wenn Sie noch unsicher sind, ob Sie einen weiterführenden Schulabschluss machen möchten, hilft Ihnen die Berufsberatung dabei, den für Sie passenden Weg zu finden“, rät er.

 

  

 

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Einen Termin zur Berufsberatung erhalten Jugendliche unter der gebührenfreien Hotline 0800 4 5555 00.

„An Jugendliche, die für dieses Jahr noch eine Ausbildung suchen, richte ich den Appell, weiterhin „am Ball zu bleiben“. Auch nach dem üblichen Ausbildungsbeginn im August und September gibt es noch Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Allerdings sollten die jungen Menschen offen für Alternativen sein, an die sie bisher nicht gedacht haben. Betriebe möchte ich ermuntern, in ihrer Bereitschaft nicht nachzulassen und auch Jugendlichen eine Chance zu geben, die nicht den Idealvorstellungen entsprechen. Bei Bedarf können wir zum Beispiel mit der „Assistierten Ausbildung“ oder einer Einstiegsqualifizierung unterstützen“, empfiehlt Koppitz.

Hintergrundinformation zum Ausbildungsmarkt:

Das Berufsberatungsjahr läuft vom Oktober 2017 bis September 2018. Die bundesweite Veröffentlichung der Daten erfolgt erst im November 2018, so dass bisher nur Angaben für den August 2018 möglich sind.

Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2017 nahmen im Kreis Ostholstein 977 (-148 oder 13,2 Prozent zum Vorjahr) Bewerber/innen die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch. 159 (‑22 oder 12,2 Prozent) Jugendliche suchten Ende August 2018 noch eine Stelle.

Von den Betrieben wurden 1.703 Ausbildungsstellen angeboten. Das waren 280 (19,7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Ende August 2018 waren noch 593 (+65 oder 12,3 Prozent) offen. Dabei übersteigt die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen erneut die Zahl der unversorgten Bewerber/innen. Rechnerisch kamen 3,7 noch offene Stellen auf einen unversorgten Jugendlichen (Vorjahr 2,9).

Top 10 der noch freien Ausbildungsplätze in Ostholstein:

  •  Kaufmann/-frau im Einzelhandel (69)
  •  Hotelfachmann/-frau (49)
  •  Koch/Köchin (42)
  •  Verkäufer/in (39)
  •  Restaurantfachmann/-frau (26)
  •  Fachverkäuf.-Lebensmittelhandwerk - Fleischerei (24)
  •  Handelsfachwirt/in (Ausbildung, 22)
  •  Fleischer/in (21)
  •  Fachkraft Kurier-/Express-/Postdienstl. (20)
  •  Elektroniker/in – Energie-/Gebäudetechn.(18)

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