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Werkerin / Werker in der Landwirtschaft

Anforderungen

Der Beruf Werkerin/Werker in der Landwirtschaft ist besonders geeignet für Jugendliche, die Freude am Umgang mit Tieren, Pflanzen, Boden und Maschinen haben. Körperliche Arbeit und auch ungewöhnliche Arbeitszeiten sind für diese Jugendlichen kein Problem.

Ein Hauptschulabschluss oder Förderschulabschluss wäre hilfreich.

Es wird empfohlen, die notwendigen Führerscheine bereits im 1. Lehrjahr zu erwerben, damit genug Zeit für die Einübung von Routinearbeiten bleibt.

Dauer der Ausbildung und Zugangsvoraussetzungen

Die Ausbildung zur/zum Werkerin/Werker in der Landwirtschaft erfolgt nach § 66 BBiG und dauert 3 Jahre. Der § 66 des Berufsbildungsgesetz regelt, dass Jugendliche mit besonderen Förderungsbedarf (z.B. Förderschwerpunkt Lernen) eine Ausbildung machen könne, die den individuellen Bedürfnissen dieser Jugendlichen Rechnung trägt.

Der Förderbedarf wird individuell von der Agentur für Arbeit festgestellt. Ohne Feststellung des Förderbedarfs ist eine Ausbildung zur/zum Werkerin/Werker in der Landwirtschaft nicht möglich.

Zuständige Kammer

Für diese Ausbildung ist die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zuständig. Die zuständige Stelle trägt Ausbildungsverträge in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse ein und regelt die betriebliche Ausbildung.

Besuch der Berufsschule

Der Berufsschulunterricht ist verblockt. Das heißt, das pro Ausbildungsjahr 8 Blöcke – also 8 Wochen – die Schule besucht wird.

In dieser Zeit wird der Schüler vom Betrieb freigestellt.

Die Berufsschule veranschaulicht mit Exkursionen und Betriebsbesuchen die theoretische Seite der Werkerausbildung. Im Unterricht werden betriebliche Zusammenhänge erklärt und in den wichtigsten Erzeugungsrichtungen wird ein breites Grundwissen vermittelt.

Tabelle mit den Unterrichtszeiten im Schuljahr 2017/18

 

Ansprechpartner in der Schule

Berufsschule Lensahn

23738 Lensahn

Tel.: 04363 / 9023 0

Frau Grapengeter

Herr Trimpert

Aufgabenbereiche einer/eines Werkerin / Werker in der Landwirtschaft

In den landwirtschaftlichen Betrieben werden sie bei allen praktischen Arbeiten in der Feldwirtschaft und in der Tierhaltung eingesetzt.

Nach vorheriger Einweisung gehört hierzu auch die Vorbereitung und der Einsatz von Maschinen.

Insbesondere wirken Werker mit bei allen Bodenbearbeitungsmaßnahmen, bei der Ausbringungung von Gülle, dem Versorgen der Nutztiere, bei Melkarbeiten und bei der Reinigung der Ställe.

Je nach Befähigung und Verantwortungsbewußtsein können Arbeiten eigenverantwortlich ausgeführt werden.

Prüfungsrelevante Bildungsinhalte

Fachkunde
Pflanzenbau, Futteranbau, Futterernte, Tierproduktion, Landtechnik, Bautechnik,

Fachmathematik
Grundrechenarten, Dreisatz, Prozentrechnung, Umrechnung von Flächen und Volumen, Gewicht/Dichte von Ladung

Wirtschaft/Politik
Berufsausbildungsvertrag, Rechte und Pflichten im Betrieb, Arbeitsvertrag, Unfallverhütung, berufsständische Vertretungen, Staatsaufbau, Europa, Agrar- und Umweltpolitik 

Prüfungen

Für den Ausbildungsberuf Werkerin/Werker in der Landwirtschaft besteht ein eigener Prüfungsausschuss der Landwirtschaftskammer.
Die besonderen Förderschwerpunkte werden berücksichtigt.
Die Zwischenprüfung findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Sie findet in 2 Teilen statt. Der erste Teil besteht aus einer 90 minütigen schriftlichen Prüfung, in der Fragen zum Pfanzenbau, Tierhaltung und Landtechnik sowie zu den allgemeinbildenden Fächern Fachrechnen, Wirtschaft und Politik enthalten sind. Der zweite Teil beinhaltet die praktische Auseinandersetzungen mit beruftypischen Situationen auf dem Feld und auf dem Hof. Die Berufsabschlußprüfung ähnelt der Zwischenprüfung und schließt die Ausbildungsinhalte des 3. Lehrjahres mit ein.

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