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Flächengestaltung (Dioramenbau) zeigte handwerkliche Fertigkeiten
der angehenden Erzieher                                        (c) Reporter Oldenburg

Dioramenbau 1Lensahn. (eb). Aus Dingen, die sich in der Natur finden, wahre Kunstwerke entstehen zu lassen, dieser Aufgabe haben sich die Sozialpädagogischen Assistenten der Unterstufe, Teile der Klassen 1 und 2, von der Fachschule für Sozialpädagogik Lensahn in vier Doppelstunden gewidmet. In einer gemeinsamen Präsentation mit den Dioramen der angehenden Erzieherinnen der Oberstufe/ Teilzeit (Klasse FSP-b-0) am vergangenen Donnerstagabend in den Räumlichkeiten der Fachschule präsentierten Laurina Blümel, Tim Grabau, Marcia Maxwell, Timon Plath und Lara Scharfenberg stellvertretend die gelungenen Gruppenarbeiten. Begeistert zeigten sie sich hierbei von den Möglichkeiten, aus unterschiedlichsten Materialien etwas komplett Neues mit vollkommen anderer Aussage herstellen zu können.

Neben dem kreativen Umgang mit Naturmaterialien, deren Vorbereitung zum Verbauen im Diorama, lernten die Schülerinnen und Schüler Flächen zu komponieren, diese stimmig mit den vorhandenen Materialien zu besetzen und dabei eigene Fantasien einfließen zu lassen. „Geschult wird bei dieser Arbeit neben der Gruppenerfahrung auch die ästhetische Wahrnehmung“, betonten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Präsentation und hoben als Ziele ihrer Arbeiten den Spaß am Gestalten, das bessere Kennenlernen der Natur, die Verwendung verschiedener Naturmaterialien sowie die Schaffung von Spielmöglichkeiten hervor. Zugleich sind die Dioramen ein Schauerlebnis für Groß und Klein. Kombiniert wurden die Arbeiten mit der Beschäftigung mit der Farblehre. So kamen für die aktuellen Werke vorwiegend die Farben Weiß für Schnee und Winter sowie Braun und Grün für die Natur zur Geltung.

Dioramenbau 2Als berufliche Einsatzmöglichkeiten sahen die angehenden Erzieherinnen und Erzieher viele Vorteile im Dioramabau, der zu jeder Jahreszeit möglich ist, der Kinder und Jugendliche an verschiedenste Naturmaterialien und deren Gebrauch heranführt, der eine gelungene Raumdekoration ermöglicht, Betrachtungsweise- und Spielmöglichkeiten schafft und das ästhetische Empfinden schult. Fachlehrer Henning Looft zeigte sich begeistert von den Arbeiten und sprach auch den Arbeiten der Oberstufenschülerinnen höchstes Lob aus. Damit lag er auf einer Linie mit Klassenlehrer Kreutzfeldt, der in höchstem Maße beeindruckt von den Dioramen war, die sich mit der Architektur und Landschaftsgestaltung von Friedensreich Hundertwasser beschäftigten. Ann-Kathrin Franke, Tarja Froh, Wiebke Harder, Svea-Larissa Koll, Nicklaas Kronika, Sibylle Mueck, Sanna Neumann, Meike Rönnfeldt, Kay Rosenbaum, Anja Schröder und Pia Schug hoben in ihren Werken eindrucksvoll die Asymmetrie und Farbkomposition des Künstlers hervor und bezeichneten ihre Gruppenarbeiten als einen Sozialprozess, der Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein gefördert hat. Mit ihrer Nachhaltigkeit (Verwendung von Abfallstoffen) griffen sie hierbei die Philosophie von Friedensreich Hundertwasser auf, der in seiner Städteplanung oftmals Altmaterial zu neuem Glanz verhalf und dessen Gebäude häufig erst durch den natürlichen Alterungsprozess, beispielsweise von Farben oder Patinaansatz, ihren besonderen Charme erhielten.

Gefördert wurde durch die Gruppenarbeit auch die Sprache und Kommunikation, denn die Diskussion darüber, wie etwas gestaltet werden soll, erfordert Absprachen, die oftmals mit Wortschatzerweiterungen, beispielsweise beim Einsatz neuer Gegenstände, einhergehen. Insgesamt fördert der Dioramabau eine Vielzahl an Kompetenzen, die da wären: Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Sachkompetenz und Methodenkompetenz. Zur Erstellung der gelungenen Dioramen gehörte selbstverständlich auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken von Friedensreich Hundertwasser, der am 15. Dezember 1928 in Wien geboren wurde und am 19. Februar 2000 an Bord der Queen Elizabeth 2 verstarb und Zeit seines Lebens für eine nachhaltige Bauweise plädierte, die Mensch und Natur in einem Gesamtkonzept als koexistente Bereiche in Bezug setzte und ein autarkes Dasein anstrebte. Als weitere positive Auswirkung des Dioramenbaus, den die Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler im Rahmen Gestaltung/Lernfeld 4 bravourös umsetzten, hoben sie die Schulung der Feinmotorik und der Grobmotorik hervor. Übrigens, wer sich über Ausbildungsmöglichkeiten an der Fachhochschule interessiert, sollte den 18. Januar 2018 ab 18.00 Uhr in seinem Kalender anstreichen. An dem Donnerstag findet ein Informationsabend für die Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher sowie für die Sozialpädagogischen Assistentinnen/Assistenten statt, zu dem bereits jetzt herzlich in die Fachschule für Sozialpädagogik, Dr. Julius-Stinde Straße 4 in Lensahn, eingeladen wird.

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